Warum dein Herz ein schlechter Kompass ist
Es gibt einen Ratschlag, der uns heute allgegenwärtig begegnet – in Filmen, in der Popkultur und ganz besonders in Abschlussreden an Universitäten: „Sei dir selbst treu.“ Es klingt einleuchtend und positiv. Der Zeitgeist suggeriert, dass der einzige Weg zum Glück darin besteht, tief in sich hineinzuhorchen, die eigenen Wünsche absolut zu setzen und sich von keiner äußeren Autorität – auch nicht von Gott – korrigieren zu lassen. Doch was, wenn dieser Weg nicht in die Freiheit, sondern in die Irre führt?
Die Last der Selbsterschaffung
Kevin DeYoung analysiert in diesem kompakten Buch eines der wirkmächtigsten Dogmen unserer Zeit. Mit biblischer Schärfe und pastoraler Weisheit zeigt er auf, warum der kulturelle Imperativ zur Selbstverwirklichung keine Erlösung bringt, sondern eine untragbare Last auflegt. Wer sich selbst treu sein will, muss seine Identität ständig neu erfinden und verteidigen – und das auf der Basis eines Herzens, das oft widersprüchlich und wankelmütig ist.
Götzendienst im Spiegel
Die biblische Diagnose ist ernüchternd, aber heilsam. Der Mensch ist seit dem Sündenfall im Inneren nicht einfach „gut“ und unschuldig. Unsere Instinkte können trügen, unsere Begierden sind oft egozentrisch. DeYoung greift hierzu ein treffendes Zitat von G.K. Chesterton auf: „Dass Jones den Gott in sich selbst anbeten soll, bedeutet letztlich, dass Jones Jones anbeten soll.“ Dies führt nicht in die Weite, sondern in die enge Gefangenschaft der eigenen Person.
Blickwechsel nach außen
Das Evangelium bietet eine radikal andere Nachricht: Das Heil liegt nicht in uns. Die Antwort auf unsere tiefsten Nöte finden wir nicht durch endlose Introspektion, sondern indem wir den Blick nach außen richten – auf den, der uns geschaffen und erlöst hat.
„Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!“ (Matthäus 16,24; Schlachter 2000)
Einladung zur Freiheit
Dieses Buch ist eine Einladung, die ermüdende Reise zum „Ich“ zu beenden und die befreiende Nachfolge Christi zu beginnen. Es ist prägnant geschrieben und ideal für jeden, der – vielleicht gerade an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt – festen Boden unter den Füßen sucht. Statt einem flackernden „inneren Licht“ zu folgen, darf der Leser das klare Licht der Gnade Gottes erkennen, das von außen in sein Leben bricht.
"Der einzige Spaß am Christsein war, dass der Mensch nicht mit dem inneren Licht allein gelassen wurde, sondern ein äußeres Licht erkannte, schön wie die Sonne."
G.K. Chesterton
Dieses Buch ist ein notwendiges Gegengift gegen den süßen, aber tödlichen Zeitgeist des expressiven Individualismus:
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Für junge Erwachsene: Ideal für Absolventen, Studenten und Berufseinsteiger, die mit säkularen Weltanschauungen konfrontiert sind.
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Biblische Klarheit: Entlarvt den Mythos, dass der Mensch im Innersten gut sei, und stellt ihm die realistische biblische Anthropologie gegenüber.
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Geistliche Befreiung: Zeigt, wie die Abkehr von der eigenen Nabelschau hin zu Christus echte Lasten nimmt.
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Kulturelle Kompetenz: Hilft Christen zu verstehen, warum die moderne Gesellschaft so denkt, wie sie denkt, und wie man darauf antwortet.
Der klare Denker:
Kevin DeYoung ist Pastor, Bestsellerautor und ein gefragter Redner. Er ist bekannt für seine Gabe, klassische reformierte Theologie frisch, verständlich und mit großer Relevanz für die heutige Kultur zu vermitteln.