Heinz-Lothar Worm
Der Distelfink
Auf
seiner gestopften Hose prangen Flicken in allen Farben - "Distelfink" nennen ihn
daher die Leute. Ludwig, der Junge aus dem kleinen Taunusdorf, etwa zehn
Wegstunden von der freien Reichsstadt Wetzlar entfernt, lebt in ärmlichen
Verhältnissen. Aber solange seine Mutter als Tagelöhnerin beim Bauern arbeitet
und Metta, die Ziege, täglich einen Krug Milch gibt, müssen die beiden keine Not
leiden.
Marilis, das Nachbarsmädchen, ist schlechter dran. Die Waise wird von
ihrer Patentante aufgezogen - mit bösen Worten und nicht einmal genug zu essen.
Ludwig spart sich vieles vom Munde ab, um es ihr zu schenken. Als seine Mutter
krank wird und schließlich stirbt, reißen die beiden Waisenkinder aus
...
Heinz-Lothar Worm ist in alten Dokumenten auf das ergreifende
Schicksal der beiden Kinder gestoßen, die sich von ihrer Armut nicht entmutigen
lassen, sondern beherzt nach einem Ausweg suchen. Auf ihrer Flucht durch Hessen
und Sachsen wird das Alltagsleben der Menschen im 19. Jahrhundert hautnah
erlebt.
Verlag: Brunnen Verlag GmbH
Art.-Nr.: 114.075
ISBN:
3-7655-4075-7
ISBN-13: 978-3-7655-4075-2
Einband: Taschenbuch
Seiten
/ Format: 160 S. , 12,0x18,6 cm
Gewicht: 157 g
Erscheinungsdatum: 1.
Auflage, 25.06.2009